• PETA will den Oktopus ins Meer zurückbringen

    Seit Beginn der Fußball-WM hat Oktopus Paul im Sea Life Aquarium Hannover den Ausgang der WM-Spiele mit deutscher Beteiligung mit hoher Trefferquote vorhergesagt. Für das Spiel Deutschland gegen Spanien wird Paul am Mittwochvormittag hoffentlich den klaren Sieg der deutschen Mannschaft verkünden. Damit dann nicht nur Fußball-Fans, sondern auch Paul jubeln können, bittet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. jetzt um seine Freiheit. PETA will den Oktopus zurück ins Meer bringen. In einem Nationalpark in Südfrankreich, wo Fischerei verboten ist, könnte Paul endlich ein Leben in Freiheit genießen. „Paul ist im Sea Life Aquarium in einem kleinen Aquarium eingesperrt. Keine würdige Heimat für einen Tintenfisch!“, so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA. „Wir denken, dass Paul sich schnell wieder im Meer zurechtfinden würde.“ Tintenfische gelten als die intelligentesten wirbellosen Tiere. Sie sind zu komplexen Denkleistungen fähig, haben ein Kurz- und ein Langzeitgedächtnis, nutzen Werkzeuge, lernen durch Beobachtung, zeigen unterschiedliche Persönlichkeiten und haben ein ausgeprägtes Schmerzempfinden. Im Meer könnte sich Paul ein „Haus“ bauen und es dekorieren, wie bei Tintenfischen üblich. Er könnte in Ruhe ein Nickerchen halten und träumen, ohne von ans Aquarium klopfenden Besuchern gestört zu werden. Schlafforscher an der Universität Washington vermuten, dass Tintenfische regelrecht Siestas halten. Das von ihnen beobachtete Verhalten sei mit dem REM-Schlaf vergleichbar, der bisher nur von Säugetieren bekannt ist. Laut Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke sind Tintenfische sehr verspielt und finden ihre Zeitgenossen, ob Mensch oder Tier, auch unterschiedlich sympathisch. Falls Kritiker befürchten, der Tintenfisch habe sich bereits zu sehr an seine Umgebung und die Bezugspersonen gewöhnt, um ausgewildert zu werden, könne man Orakel Paul ja selbst nach seinem Schicksal befragen, so PETA.

    Quelle: www.tierschutznews.ch